Leseprobe - "Verschmelzen in Liebe" Seite 167 - 171

Rainer Clapier "Verschmelzen in Liebe"

Rainer Clapier "Aus Freude am Leben"

Rainer Clapier "Die Quelle unserer Lebendigkeit"

Rainer Clapier "Die Sprache unserer Herzen"

Rainer Clapier "CD Streicheleinheiten für die Seele"

Leseprobe - "Verschmelzen in Liebe" Seite 167 - 171

Rainer Clapier "Verschmelzen in Liebe"
Als Ralf nach Hause kam, empfing ihn Ramona bereits im Flur, umarmte ihn inniglich und begrüßte ihn mit den Worten: "Hallo, mein Liebster, ich freue mich sehr, dass du wieder da bist. Es ist so schön, dass es dich gibt."
Ralf küsste sie und erwiderte: "Grüß dich mein Schatz. Ich bin auch froh endlich daheim bei dir zu sein."
Sie setzten sich ins Wohnzimmer und Ivonne fragte: "Hast du Hunger?"
Er schüttelte den Kopf. "Ne, ich habe schon unterwegs etwas gegessen."
Ivonne rückte ans äußerste Ende der Couch und sagte liebevoll: "Komm, ruh dich erst mal etwas aus. Bist bestimmt wieder total müde!"
Erneut schüttelte Ralf seinen Kopf. "Nein, heute bin ich noch fit! Der Tag war wahrscheinlich nicht so anstrengend. Komisch, das ist mir gar nicht so vorgekommen!"
Grinsend antwortete Ivonne: "Und das trotz der kurzen Nacht!"
Ralf schaute sie überrascht an. "Das habe ich völlig vergessen. Ist sicher eine Übermüdungserscheinung."
Ivonne nickte und grinste noch mehr. "Klar. Das ist natürlich eine Übermüdungserscheinung! Was auch sonst!"
Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: "Mir ging es heute genauso. Als ich nach dieser kurzen Nacht ins Büro kam, ist meine Kollegin fast ausgeflippt, nachdem sie mich erblickt hatte."
"So übermüdet hast du ausgesehen?"
"Ja, genau! Deshalb war sie auch vollkommen davon überzeugt, dass ich eine Verjüngungskur hinter mir hätte."
Ralf musterte sie unsicher.
"Sag mal, willst du mich hier verarschen? Oder was läuft denn da?"
Ivonne antwortete entrüstet: "Aber Schatz, ich würde dich doch niemals verarschen! Also bitte!"
"Irgendetwas stimmt nicht!", erwiderte Ralf verwirrt. "Wieso denn Verjüngungskur? Jetzt rede doch mal normal mit mir!"
"Ganz normal?"
"Ja, natürlich!" Ralf schüttelte wieder seinen Kopf. "Das kann ja wohl nicht wahr sein!"
"Also ganz normal", begann Ivonne zu erzählen, "kam ich heute früh nach unserer wundervollen aufregenden Nacht ins Büro. Dort haben sie festgestellt, dass ich total jung, frisch und strahlend aussehen würde."
"Und weiter?"
"Es scheint wohl so", erklärte Ivonne fröhlich, "als ob mir diese Nacht sehr gut getan hat. Im Gegensatz zu dir mit deinen Übermüdungserscheinung!" Dann lachte sie schallend.
Ralf überlegte kurz. "Meinst du, dass mir das gestern Abend so viel Energie gegeben hat?"
Ivonne zuckte mit den Schultern. "Sieht fast danach aus!"
Sichtlich beeindruckt sagte Ralf: "Das überrascht mich jetzt schon. Doch genauer betrachtet muss es wohl so sein!"
Ivonne umarmte und küsste ihn. "Ich hab dich lieb, mein Schatz!"
Anschließend streckte sie sich rücklings auf der Couch aus, legte ihren Oberkörper auf Ralfs Schenkel und kuschelte sich mit ihrem Kopf in seinen Arm. Er strich ihr sanft durch die Haare und legte seine Hand dann vorsichtig auf ihren Busen.
Ivonne seufzte: "Ach das tut einfach gut! Ich bin froh, dass du so ein zärtlicher Mann bist!"
Sie machte eine kurze genießerische Pause und stellte entzückt fest: "Der Energiefluss von deinen Händen ist sogar durch meine Bluse zu spüren."
Danach gingen beide ihren Gedanken nach und genossen die Stille und gleichzeitig ihre Gemeinsamkeit.
Einige Zeit später sagte Ralf leise: "Weißt du, mein größtes Problem ist bei diesem Verschmelzen, dass ich dabei bleibe. Ich merke, dass ich immerzu abschweife und mit meinen Gedanken ganz woanders bin. Deshalb spür ich dann auch nichts mehr!"
Ivonne blickte ihn liebevoll an. "Glaube mir, mein Schatz, das geht mir genauso. Das ist ganz normal, wenn man noch ungeübt ist. Ich habe gestern Abend beim Spazierengehen mit Ramona darüber gesprochen."
"Ja und was meint sie?"
"Sie hat gesagt, dass man das erst mal nur entspannt beobachten soll. Keine Verurteilung, von wegen man macht etwas falsch, und vor allem keinen Stress! Wichtig ist, dass man die Aufmerksamkeit einfach immer wieder bewusst ins Hier und Jetzt lenkt, sobald man bemerkt, dass man abgeschweift ist."
"Das mach ich ja. Aber es ist doch ein ständiges hin und her!"
Ivonne zuckte mit den Schultern und erklärte nachdenklich: "Am Anfang ist es das wohl schon. Doch ich denke und wünsche mir, dass die Sequenzen, in denen ich bewusst hier bin länger und länger werden. Irgendwann schaffe ich es dann bestimmt ständig da zu bleiben. Wer weiß?
Ramona hat mit auch noch ein paar Hilfsmittel verraten, mit denen wir uns alleine und auch zusammen bewusst in der Gegenwart halten können.
Zum einen ist es das Atmen. Wenn du sehr langsam ein- und ausatmest und den Atem genau beobachtest, wirst du nicht von irgendwelchen Gedanken abgelenkt. Ramona erklärte mir, dass es für jeden toll ist, sich alleine auf seinen Atem zu konzentrieren. Aber genauso kann man zu zweit gemeinsam im selben Rhythmus atmen und sich dadurch zusätzlich noch stärker verbinden. Du darfst also, um nicht abzudriften, auf meinen Atem achten und mitatmen, oder du atmest ganz bewusst und stellst dir vor, wie bei jedem Einatmen die Energie durch deinen Penis strömt. So bist du mit deiner Aufmerksamkeit schon da, wo du sein möchtest.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass man sich gegenseitig leicht mit der Hand berührt. So kannst du vorsichtig meinen Busen streicheln und ich deinen Bauch oder irgendein anderes Körperteil.
Das ist auch hilfreich, meint Ramona, wenn man merkt, dass der Partner in Gedanken weit weg ist. Gleichzeitig stimuliert es natürlich den Energiefluss."
"Das sind echt tolle Tipps!", bestätigte Ralf. "Gut, dass du Ramona gefragt hast. Gibt es denn noch mehr davon?"
"Ja, wir sollten uns immer wieder mal anschauen, während wir uns auf diese Weise lieben. Das hält einen ebenfalls im Hier und Jetzt. Zusätzlich intensiviert der Augenkontakt das Zusammensein."
Ralf nickte. "Darüber haben wir, soviel ich weiß, nach einem Gespräch von dir mit Ramona, schon mal geredet. Es ist doch wohl so, dass wir uns über die Augen unserem Partner tief öffnen und im Grunde bis in die Seele schauen lassen. Irgendwie hat sie auch gesagt, dass dabei sexuelle Energie frei wird."
"Richtig!", stimmte Ivonne zu. "Das hast du dir gut gemerkt!
Noch ein Hilfsmittel ist, dass man sich von Zeit zu Zeit leicht bewegt oder die Stellung etwas ändert und sich dadurch ebenfalls zurückholt. Dabei ist es allerdings wichtig, darauf zu achten, dass die Bewegungen nicht zu schnell werden, denn sonst kann es passieren, dass man sich zu sehr in die Erregung steigert. Es sollte also eher ein langsames, liebevolles Anregen bleiben, denn nur dadurch kommt man in den Genuss, dass ein nährender Fluss aus Liebe und Verbundenheit mit dem Partner entsteht!
All diese Dinge bringen einen vom Tun und Denken viel besser ins Sein und Fühlen. Sogar, wenn man ab und zu etwas miteinander redet."
"Miteinander redet?", fragte Ralf erstaunt.
"Natürlich! Warum denn nicht. Ein paar zärtliche erotische Worte sind doch wunderschön. Ramona meinte sogar, dass es sehr gut ist, sich darüber auszutauschen, was man gerade fühlt. Das bringt einen ebenfalls wieder sehr stark mit seiner Wahrnehmung in Kontakt. Glaube mir, Worte können sehr viel bewirken.
Folge also stets deinen spontanen Impulsen, ohne dich auf ein Ziel zu fixieren!"

 

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